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Beobachtung wird im weiteren Sinn definiert als zielgerichtete, organisierte Wahrnehmung, im engeren Sinn als der Prozess der Identifikation von Beobachtungseinheiten nach erfolgter Operationalisierung. Zielgerichtet heißt, es existiert ein genau bestimmter Beobachtungsgegenstand, organisiert bedeutet darüber hinaus die vorherige Festlegung: Wer beobachtet bzw. wann (Zeitraum) und wo (Ort) wird beobachtet - zusammengefasst: In welcher Beobachtungssituation? Wie wird beobachtet (welche Hilfsmittel werden verwendet)?

Der große Vorteil der Beobachtung besteht darin, reales Geschehen im Erziehungsprozess wahrzunehmen, andererseits ist menschliche Wahrnehmung objektiv begrenzt durch die Konstruktion der Sinnesorgane und die Verarbeitung wahrgenommener Reize (Existenz objektiver Wahrnehmungstäuschungen). Hinzu kommen können subjektiv bedingte Abweichungen in der Wahrnehmung. Eine methodische Kontrolle mit Hilfe der Gütekriterien ist deshalb in der erziehungswissenschaftlichen Forschung unerlässlich.



Inhalt:

1. Begriff "Beobachtung"

2. Beobachtung als Wahrnehmungsprozess

3. Arten der Beobachtung

4. Beobachtung im Vergleich mit anderen Methoden erziehungswissenschaftlicher Forschung

5. Qualitätssicherung bei der Beobachtung

6. Hinweise zur Entwicklung und Auswahl von Beobachtungsverfahren

Literatur
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