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Alle weichen mal von den Regeln ab. Das gehört zum Leben in Organisationen dazu. Der Grund: Organisationen brauchen Regeln, um berechenbar zu sein, für situative Anpassungen sind aber auch Regelbrüche nötig. Da diese überhaupt erst das Funktionieren von Organisationen aufrechterhalten, spricht man in der Organisationsforschung von »brauchbarer Illegalität«. Dabei ist, so der Soziologie und Organisationsberater Stefan Kühl, nicht jeder Verstoß nützlich: Manchmal zielt er nur auf einen persönlichen Vorteil, nicht selten endet er in einem für die Organisation hochriskanten Skandal. Wie kommt es zu Regelbrüchen? Wann können von ihnen wichtige Impulse ausgehen? Wo liegen Probleme der Regelabweichungen? Wie kann man sich intern über sie austauschen? Anhand einer Vielzahl von konkreten Fällen wirft der Autor einen genauen Blick auf die Nützlichkeiten und Risiken der alltäglichen Regelabweichungen in Organisationen.
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Über Stefan Kühl

Stefan Kühl studierte Soziologie und Geschichtswissenschaft an der Universität Bielefeld, der Johns Hopkins University in Baltimore, der Université-X-Paris Nanterre und der University of Oxford. Nach Tätigkeiten an der Universität Magdeburg, der Ludwig-Maximilians-Universität in München und der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr in Hamburg ist er derzeit Professor für Organisationssoziologie an der Universität Bielefeld. Er ist Senior Consultant bei der Firma Metaplan in Quickborn bei Hamburg und hat in verschiedenen Beratungsprojekten in Europa, Asien, Afrika und im Nahen Osten zu Gesetzesverstößen und Regelabweichungen von Organisationen gearbeitet.

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