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Die Sonderpädagogik war lange geprägt von einem allumfassenden Behinderungsbegriff, der sich an der Vorstellung angeborenen Schwachsinns orientierte. Nicht zuletzt die Einführung einer psychoanalytischen Perspektive, verknüpft mit einer gesellschaftskritischen Analyse der Lebenswelten ihrer Adressat*innen, hat den Abschied von einer ontologisierenden Verkürzung des Aufgabenkatalogs möglich gemacht. Der dynamische Kontext von Behinderung, Störung oder Benachteiligung ist seitdem im Schnittpunkt objektiver gesellschaftlicher wie subjektiver somato-psychischer Strukturen hinreichend präzise zu lesen. Um drauf aufbauend entwicklungsfördernde Angebote unterbreiten zu können, ist mit Hilfe des szenischen Verstehens der Frage nachzugehen, welcher latente, d.h. unbewusste Sinn hinter der manifesten Auffälligkeit verborgen liegt.
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