Lange galten die Arbeiten des Lübecker Forschungsreisenden Günter Tessmann in Zentralafrika, insbesondere die während der Pangwe-Expedition (1907–1909) zusammengetragenen umfangreichen naturkundlichen und ethnografischen Sammlungen, als das Werk eines einzelnen europäischen Forschers. Doch wer sammelte das vielfältige Wissen, das auf stationären Forschungsstationen zusammengetragen wurde und bis heute in Museen und Archiven Europas bewahrt wird? Diese Studie zeigt, dass die Expedition tief in ein Netz aus Abhängigkeiten eingebunden war – geprägt von lokalen Wissenssystemen, wirtschaftlichen Interessen und politischen Dynamiken. Nicht europäische Mitarbeitende spielten dabei eine zentrale Rolle: Sie waren kulturelle Vermittler, Übersetzer, Wissensexperten, aber auch Präparatoren, Handelspartner und Soldaten. Ihr Beitrag war unverzichtbar für die Entstehung der Sammlungen und die Wissensproduktion, die bis heute als eine europäische wahrgenommen wird. Michael Guericke durchbricht diesen Eurozentrismus und lenkt den Blick auf eine global verflochtene Wissensgeschichte, indem er die vielfältigen lokalen Abhängigkeiten der Wissensproduktion und den Beitrag der in Europa vergessenen bzw. bewusst ungenannten nicht europäischen Akteure offenlegt und so den »stillen Sammlern« eine Stimme gibt.
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0
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https://creativecommons.org/licenses/by/4.0