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In den letzten Jahren hat sich eine beispiellose Zahl von Geflüchteten auf den Weg nach Europa gemacht, darunter viele Kinder und Jugendliche. Sie fliehen teils mit ihren Familien aber auch ohne Eltern oder enge Bezugspersonen. Ihre Fluchtgründe sind vielfältig, meistens aber fliehen sie vor Krieg, Verfolgung oder extremer Armut und begeben sich auf gefährliche Reisen in der Hoffnung auf Sicherheit, bessere Chancen und Lebensperspektiven. Auf der Flucht sind sie nicht selten traumatischen Situationen ausgesetzt. Ihre Ankunft in Europa markiert den Beginn eines komplexen Integrationsprozesses, der sowohl die Aufnahmegesellschaften als auch die jungen Geflüchteten vor große Aufgaben stellt. Innerhalb des Modells der Sequentiellen Traumatisierung wird Trauma als Prozess begriffen, der immer in dem Zusammenhang soziopolitischer Kontextfaktoren gesehen werden muss. Dieser Artikel beleuchtet die Situation dieser vulnerablen Gruppe, ihre Bedürfnisse und die spezifischen Herausforderungen, denen sie vor, während und nach ihrer Flucht gegenüberstehen und leitet hieraus unter Einbezug aktueller (trauma)pädagogischer Konzepte Handlungsempfehlungen für pädagogische Fachkräfte ab. Der Artikel soll somit einen Beitrag zum besseren Verständnis der Lebensrealitäten der jungen Menschen leisten.
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