Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Die Machtübergabe an Hitler im Januar 1933 und die ihr folgende Installierung der NS-Herrschaft war m. E. kein überwiegend von „Diskontinuitäten“ gekennzeichneter „Zivilisationsbruch“. Im Sinne von Adorno gehe ich von Kontinuitäten aus, d. h. dass jeder Augenblick der Geschichte ein Vor-Her und ein Her-Nach hat. Es handelt sich bei dieser Auffassung nicht um die Unterstellung eines einfachen Kausalitätsprinzips, mit dem die Geschichte als ein linearer Prozess verstanden wird, sondern um die Annahme, dass jede zeitlich eingrenzbare Epoche der Geschichte eines Volkes, eines Staates, einen ökonomischen und sozial-kulturellen Kontext hat. Das gilt auch für die Soziale Arbeit, die im NS-Staat ganz überwiegend dessen Absichten und Zielen diente. Ebenso wichtig wie die Kenntnis dieser Beteiligung und ihrer Ursachen sind die Fragen, wieso Teile dieser Praxis nach 1945 weitergehen konnten und warum es in den sog. Nachkriegsjahren in der Sozialen Arbeit nicht zu einer selbst-kritischen Befassung damit kam. Diesen Fragen gehe ich u. a. anhand der Entwicklung meines eigenen Verständnisses von Sozialer Arbeit und Nationalsozialismus nach und zeige, welche Denker/Autoren mir dabei wichtig waren.
Inhalte werden geladen ...
Inhalte werden geladen ...