Psychoanalytische Pädagogik in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
Psychoanalytische Pädagogik in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
9,98 €
| Produktnummer: | EEO19230476 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 21.04.2023 |
| Umfang: | 18 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
Im Zentrum des Beitrags steht die Konturierung einer Psychoanalytischen Pädagogik in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Dabei liegt der Fokus nicht allein auf der interaktionellen, das Arbeitsbündnis betreffenden Ebene. Vielmehr wird auch nach Entwicklungsräumen und -möglichkeiten für Eltern, Fachkräfte, Teams und Organisa-tionen gefragt, die ebenso mit psychoanalytisch-pädagogischen Fragestellungen, Kon-zepten und Methoden in den Blick gerückt werden können.
Psychoanalytische Pädagogik beruht auf der Annahme, dass sich in der pädagogischen Beziehung auch unbewusste, biographisch gewachsene seelische Dynamiken in Insze-nierungen und Übertragungsprozessen zeigen, die zudem von institutionellen Rahmen-bedingungen und gesellschaftlichen Sozialisationskontexten durchwoben sind. Mit Verstehensmethoden, die die Dimension des Unbewussten in ihr Erkenntnisinteresse aufzunehmen vermögen (bspw. das szenische Verstehen) sind psychoanalytisch-pädagogische Fachkräfte bestrebt, latente Interaktionsdynamiken und -verwicklungen zwischen den beteiligten Individuen, der Gruppe sowie der eigenen Person zu rekon-struieren mit dem Ziel, über ihre Beziehungsangebote bei den jungen Menschen Ent-wicklungsprozesse anzustoßen und mit den Eltern bzw. Sorgeberechtigten eine für die Kinder/Jugendlichen förderliche Erziehungspartnerschaft zu initiieren und aufrechtzu-erhalten.
Nach der Skizzierung struktureller Grundlagen stationärer Kinder- und Jugendhilfe sowie zentraler Prämissen der Psychoanalytischen Pädagogik (1.) folgt in notwendiger Kürze eine historische Verortung ihrer Denk- und Handlungsweisen (2.). Anschließend werden entlang drei wesentlicher Dimensionen – pädagogisch-therapeutisches Milieu (3.1), Gruppensetting (3.2) und Elternarbeit (3.3) – die Besonderheiten einer psychoanalytisch-pädagogischen Perspektive bzw. Praxis in der stationären Kinder- und Jugendhilfe dargelegt. In einem Fazit werden die zentralen Überlegungen zusammengefasst (4).
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