Reproduktion und Konstitution von Arbeitsvermögen. Zur Theorie-, Rezeptions- und Disziplingeschichte der Berufs- und Wirtschaftspädagogik (Teil II)
Reproduktion und Konstitution von Arbeitsvermögen. Zur Theorie-, Rezeptions- und Disziplingeschichte der Berufs- und Wirtschaftspädagogik (Teil II)
9,98 €
| Produktnummer: | EEO12240517 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 22.11.2024 |
| Umfang: | 18 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
Der vorliegende Beitrag setzt die Rekonstruktion der Theorie-, Rezeptions- und Disziplingeschichte der Berufs- und Wirtschaftspädagogik nach Heinrich Abels Tod im Dezember 1965 in systematischer Absicht fort (s. Teil I). Der theoretischen Reflexionsentwicklung (Tenorth) im Horizont von Binnen- und Außenlegitimation kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Die Etablierung einer sozialwissenschaftlichen Perspektive, angelegt als diskursives Arenagespräch über Berufserziehung, Bildung, Arbeit (Erwerbstätigkeit) und Berufsausbildung im Sinne Abels nach Verabschiedung des neuhumanistischen Paradigmas mit der Berufsbildungsidee im Zentrum, liefert dem Essay das Thema.
Der soziologische Blick auf die Reproduktion moderner Gesellschaften im Zusammen-spiel von Bildungs- und Beschäftigungssystem, auf deren nationales Qualifikationsniveau sowie einschlägige Bildungsgang- und Studienangebot sowohl nicht- als auch akademischer Klientel sind hiermit ebenso adressiert wie die Vermittlung von Kompetenzen einschließlich der arbeitspolitischen Begründung berufsfachlicher Curricula. Der Konstitution von Arbeitsvermögen kommt im berufs- und wirtschaftspädagogischen Diskurs insofern eine wesentliche Relevanz zu, als mit der Übernahme sozial-wissenschaftlicher Theorieansätze im kategorialen Rahmen von Qualifikation, System, Struktur und Kompetenz, ein Paradigmenpluralismus (Zabeck) in der Disziplin gepflegt wird, der zum einen das Gesamtsystem beruflicher Bildung, zum anderen den Prozess individueller Aneignung und Vermittlung berufsfachlicher Expertise aus dem Auge verliert. Die Abhandlung ist deshalb auch als Plädoyer für eine Erweiterung des disziplinäres Objektbereichs zu lesen einerseits, für eine curriculare Integration von systematischem und kasuistischem Lernen an allen Lern- und Studienorten anderseits.
Inhalte werden geladen ...
Inhalte werden geladen ...