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Schwangerschaftsabbrüche gehören zu den häufigsten gynäkologischen Eingriffen, unterliegen in Deutschland jedoch beständig einer strafrechtlichen Kriminalisierung. Elisabeth Wiesnet fasst diese Reglementierung als Zugriff des Staates auf Frauen und ihre Körper und untersucht qualitativ-empirisch die historisch gewachsene Gestalt dieser staatlichen Interventionspraxis sowie die Positionierungen professioneller Akteurinnen des Feldes. Die Analyse zeigt, dass die Strafrechtsverankerung Deutungsmuster und Handlungsrationalitäten prägt und eine tiefgreifende Abwertung von Abtreibung reproduziert.
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Über Elisabeth Wiesnet

Elisabeth Wiesnet ist Soziologin, studierte Soziologie, Gender Studies und Statistik und promovierte am Institut für Soziologie der LMU München. In ihrer Dissertation analysierte sie staatliche Regulierungen von Schwangerschaftsabbrüchen als Formen des Zugriffs auf Frauen und reproduktive Körper und untersuchte sowohl die konkrete Ausgestaltung dieser Interventionen als auch die Deutungen professioneller Akteur:innen im Feld. Die Arbeit wurde von der Heinrich-Böll-Stiftung gefördert. Derzeit arbeitet sie als Referentin für Gendercontrolling an der Hochschule München. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in reproduktiven Politiken, qualitativen Methoden und feministischen Staatstheorien.

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