Selbstbestimmung als Leitziel
Selbstbestimmung als Leitziel
9,98 €
| Produktnummer: | ESOZAO09260037 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 01.04.2026 |
| Umfang: | 27 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
In der Sozialen Arbeit wurde „Selbstbestimmung“ seit den 1970er Jahren als ein zentrales Ziel der Arbeit mit und für Menschen mit Behinderungen etabliert. Dennoch bleibt der Begriff bis heute ambivalent. Selbstbestimmung umfasst individuelle wie auch soziale Dimensionen und beschreibt einen Entwicklungsprozess, der durch äußere Einflüsse gefördert oder behindert werden kann. Dabei wird deutlich, dass sich die Realisierung von Selbstbestimmungspotenzialen in der Sozialen Arbeit im Spannungsfeld zwischen dem Individuum und seiner sozialen Umwelt bewegt. In der Sozialen Arbeit sollte daher eine relationale Perspektive auf das Leitziel der Selbstbestimmung eingenommen werden, die individuelle Dimensionen und soziale Dimensionen des Leitziels sowie die wechselseitige Beeinflussung zwischen Individuellem und Sozialem berücksichtigt. Der vorliegende Text behandelt das komplexe Zusammenspiel von Selbstbestimmung und sozialer Abhängigkeit, welches sich insbesondere in der Sozialen Arbeit manifestiert. Hierbei wird auch die prädominant negative Bewertung sozialer Abhängigkeit in Frage gestellt. Abhängigkeit wird stattdessen als Teil sozialer Beziehungen verstanden und in Anlehnung an den Abhängigkeitsbegriff von Eva Feder Kittay positiv ausgelegt. In der Sozialen Arbeit ist es wichtig, individuelle und soziale Dimensionen der Selbstbestimmung zu verbinden. Ein relationaler Ansatz betont, dass die Realisierung von Selbstbestimmungspotenzialen in der Sozialen Arbeit ein dynamischer, kontextabhängiger und interpersoneller Prozess ist, der sowohl individuelle Freiheiten als auch soziale Interdependenzen berücksichtigen muss.
Inhalte werden geladen ...
Inhalte werden geladen ...