Traumapädagogik aus dem Blickwinkel der Resonanzpädagogik – Bindung in einer Balance zwischen Nähe und Distanz
Traumapädagogik aus dem Blickwinkel der Resonanzpädagogik – Bindung in einer Balance zwischen Nähe und Distanz
9,98 €
| Produktnummer: | EEO28250552 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 12.12.2025 |
| Umfang: | 11 Seiten |
| Lieferzeitraum: | Lieferung nach Zahlungseingang |
Jeder Mensch ist ein „Homo hapticus“. So nennt ihn Martin Grunwald in seinem Buch mit dem Untertitel „Warum wir ohne Tastsinn nicht leben können.“ Und darin begründet er ausführlich seine These: „Fühlen ist viel wichtiger für unser Überleben als sehen, hören, riechen und schmecken.“ Indem Menschen körperlich berührt werden, erfahren sie auch emotional Resonanz. Solche Resonanzmomente können stärkend oder verletzend wirken. Es entwickelt sich eine Reso-nanzbeziehung mit dem Bedürfnis nach mehr Nähe oder größerer Distanz bis hin zur Entfremdung. Menschen mit traumatischen Verletzungen zeigen in dieser Beziehung eine ganz besondere Sensibilität. Deshalb sollen sie in einer gelingenden Balance zwischen Nähe und Distanz die Erfahrung machen, wie sie in einem Resonanzraum der Geborgenheit berührt oder bewegt werden – aber auch, wie sie in einem Resonanzmodus selbst etwas bewirken können, selbst wirksam etwas er-reichen und Selbstbemächtigung erleben. In der traumapädagogische Begleitung von betroffenen Kindern und Jugendlichen könnten Lehrer:innen und Be-gleitpersonen mit einer Art Resonanzkompass die Bindungsbedürfnisse dieser jungen Menschen erkunden und weitere Möglichkeiten entdecken, Vertrauen für positive Resonanzbeziehungen aufzubauen. In diesem Beitrag geht es um die Wirkungsweise solcher Antriebs- und Interaktionsenergie, wie Hartmut Rosa sie in der Weiterentwicklung seiner Resonanztheorie sieht und in seinem neuen Forschungsprojekt als Soziale Energie beschreibt. Ziel ist es, diese Energie für sich selbst und andere einzusetzen – und ggf. aus einer „Energiekrise“ herauszufinden.
Inhalte werden geladen ...
Inhalte werden geladen ...