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Kinder können durch traumatische Erlebnisse einen authentischen Zugang zu ihrem Ich- und Körpergefühl verlieren. Inwiefern Traumatisierungen auf physiologischer und Identitäts-Ebene bei Kindern wirken können und wo sich Ansatzpunkte für eine traumapädagogische Begleitung ergeben, ist Zielsetzung dieses Artikels. Aspekte einer kindlichen Traumatisierung werden anhand allgemeiner Begriffsklärung und neuro-physiologischen Hintergründen aufgezeigt. Wie belastende Lebensereignisse das Iden-titätsempfinden verändern können und welche Rolle dem Körper als Ausgangspunkt traumatischer Heilung zukommt, wird im Rahmen des ersten Abschnitts erläutert. Ein Vorschlag für die konkrete pädagogische Umsetzung dieser Inhalte in der Begleitung von Traumaheilungsprozessen wird dann mittels Konzepte der Körperwahrnehmung und der Selbstbemächtigung nach Weiß dargeboten. Es zeigt sich, dass insbesondere neurophysiologische Aspekte eine große Rolle für die Verkörperung von Trauma spielen und Teile der traumatischen Erfahrung im Unbewussten und als Fragmente der Identität wirken. Angelehnt an das Konzept der Selbstbemächtigung können Kinder mit Trauma-Erfahrung allerdings wieder lernen, sich selbst zu verstehen, wahrzunehmen, anzunehmen und schließlich wieder handlungsfähig zu werden.
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