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Der antike Philosoph Platon verstand unter »Überreichtum« exzessiven Reichtum, der nicht glücklich mache, weil er nicht tugendhaft sei. Das Thema dieses Buches ist also alt, doch es wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Denn die weltweite Vermögenskonzentration ist enorm und soziale Ungleichheit ein beständiges Problem. Wie Vermögen verteilt wird, ist keine private Frage. Sie geht alle etwas an. Martin Schürz führt uns die Zahlen vor Augen, erklärt, was problematisch am Überreichtum ist. Gerade Gefühlszuschreibungen sind für die Akzeptanz der Privilegien der Überreichen bedeutsam: Neid und Hass werden vorwiegend den Armen als Laster zugeschrieben, Großzügigkeit und Mitleid den Überreichen als Tugenden. Wer eine gerechte Gesellschaft will, muss zuerst verstehen, wie Vermögenskonzentration wahrgenommen wird. Denn Überreichtum gefährdet die Demokratie und die politische Gleichheit. Ausgezeichnet mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch 2019.
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Über Martin Schürz

Martin Schürz ist Ökonom und Psychotherapeut. Er arbeitet im Ambulatorium »die Boje« mit komplex traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Als Ökonom forscht er seit mehr als 25 Jahren zu Vermögensungleichheit. Er ist Gruppenleiter des Economic Microdata Lab im Forschungsreferat der Österreichischen Nationalbank. 2015 erhielt er den Progressive Economy Award des Europäischen Parlaments (gemeinsam mit Pirmin Fessler). Für sein Buch »Überreichtum«, erschienen 2019 bei Campus, erhielt er den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch. Bei Zsolnay erschien 2022 sein Buch »Angst und Angstmacherei. Für eine Wirtschaftspolitik, die Hoffnung macht« (gemeinsam mit Markus Marterbauer).

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