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Der Artikel systematisiert das noch junge Feld der Überschuldungsprävention und verortet es im Spannungsfeld von wachsender Konsumentenverschuldung, sozialer Ungleichheit und einer auf Kredit angewiesenen Konsumgesellschaft. Ausgehend von Prozessen, Ursachen und Folgen von Überschuldung entwickelt er ein 4-Felder-Analyseraster (Person/Haushalt, Umfeld/Setting, Region, nationale/supranationale Ebene), das sowohl individuelle wie strukturelle Risiko- und Schutzfaktoren berücksichtigt und Präventionsaufgaben diesen Ebenen zuordnet. Darauf aufbauend werden Handlungsansätze beschrieben, die lebensweltorientierte Beratung, finanzielle Grundbildung, sozialräumliche Vernetzung, Frühwarnsysteme sowie verbraucherschutz- und sozialpolitische Regulierung kombinieren und sich am Setting-Ansatz sowie am Ziel der Wiederherstellung von Handlungsfähigkeit und sozialer Teilhabe orientieren. Der Beitrag zeigt, dass wirksame Überschuldungsprävention nur als Mischung aus Bildungs-, Beratungs-, Netzwerk- und Strukturpolitik gelingen kann und plädiert dafür, finanzielle Themen als Querschnittsaufgabe der Sozialen Arbeit zu begreifen.
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