Das Aufwachsen in einer Umgebung, in der traditionelle Männlichkeitsanforderungen dominieren – Stärke zeigen, Kontrolle behalten, keine Schwäche zulassen – prägt Jungen* und Männer* tiefgreifend. Dieses Verständnis von Männlichkeit erzeugt nicht nur Druck, sondern begünstigt riskantes und gewaltförmiges Verhalten, erschwert Selbstfürsorge und emotionale Verbundenheit.
Genau hier setzt das Konzept Caring Masculinities an. Es rückt Fürsorge, Empathie, Aufmerksamkeit und Unterstützung in den Mittelpunkt und macht Ablehnung von Dominanz und Gewalt zu zentralen Leitprinzipien.
Dieses Buch führt fundiert in das Konzept ein und zeigt praxisnah, wie fürsorgliche Männlichkeitspraxen in pädagogischen Kontexten gestärkt werden können. Es verbindet wissenschaftliche Expertise mit konkreten Handlungsmöglichkeiten: vom (Wieder-)Erlernen von Fürsorglichkeit bis hin zum bewussten Verlernen tradierter Männlichkeitsnormen.
1. Auflage 2026
Bindeart: E-Book/epub Umfang: 234 Seiten Verlag: Beltz Juventa
»Insgesamt ist ›Von gewaltvollen zu fürsorglichen männlichen Praktiken‹ ein fachlich starkes, gesellschaftspolitisch relevantes und pädagogisch nützliches Buch. Es zeigt, dass Caring Masculinities mehr sind als ein weiterer Begriff im Feld der Geschlechterpädagogik. [...] Besonders überzeugend ist, dass das Buch Jungen nicht als Problemgruppe behandelt, sondern ihnen neue Erfahrungs‑ und Anerkennungsräume eröffnet. Fürsorge wird nicht als Gegensatz zu Männlichkeit dargestellt, sondern als menschliche und soziale Fähigkeit, die Jungen und Männer ebenso betrifft wie alle anderen Geschlechter. Damit leistet der Band einen wichtigen Beitrag zu einer Pädagogik, die Gewalt nicht nur verhindern, sondern andere Formen von Beziehung, Anerkennung und Subjektwerdung ermöglichen will.«
- Prof. Dr. Christian Philipp Nixdorf, socialnet, 11.08.2026
Elli Scambor, Magistra, Leiterin des Instituts für Männer- und Geschlechterforschung (VMG, Graz). Koordination und Durchführung zahlreicher internationaler Studien mit den Schwerpunkten Men and Gender Equality, Caring Masculinities, Gewaltresilienz und Aufdeckung von sexualisierter Gewalt an Jungen*, Arbeit mit Männern* mit internationalen Familiengeschichten. Wissenschaftliche Mitarbeit im BMBF-Praxisforschungsprojekt JupP*. Lehrbeauftragte an Universitäten und Fachhochschulen. Preisträgerin des Käthe-Leichter-Preises für Frauenforschung, Gender Studies und Gleichstellung in der Arbeitswelt 2016.
Dr. Daniel Holtermann ist Soziologe, Bildungsreferent, Autor und Coach. Er hält Vorträge und gestaltet Fortbildungen sowie Workshops an diversen Institutionen, Hochschulen und Universitäten. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen geschlechterreflektierte Pädagogik, fürsorgliche und gewaltfreie Männlichkeiten, Väterarbeit, Gewaltprävention, geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sowie Begleitung von Gruppenprozessen in Theorie und Praxis. Grundlage seines Arbeitsverständnisses ist neben der wissenschaftlichen Fundierung insbesondere der Transfer theoretischen Wissens in konkrete Handlungsmöglichkeiten und -kompetenzen, durch den ein fürsorgliches und gewaltfreies Miteinander immer mehr Realität werden kann. Kontakt: https://danielholtermann.de/
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Genau hier setzt das Konzept Caring Masculinities an. Es rückt Fürsorge, Empathie, Aufmerksamkeit und Unterstützung in den Mittelpunkt und macht Ablehnung von Dominanz und Gewalt zu zentralen Leitprinzipien.
Dieses Buch führt fundiert in das Konzept ein und zeigt praxisnah, wie fürsorgliche Männlichkeitspraxen in pädagogischen Kontexten gestärkt werden können. Es verbindet wissenschaftliche Expertise mit konkreten Handlungsmöglichkeiten: vom (Wieder-)Erlernen von Fürsorglichkeit bis hin zum bewussten Verlernen tradierter Männlichkeitsnormen.29