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Fake News, Filterblasen, Cancel Culture, Rage Bait – die Rede von der Krise der Öffentlichkeit ist allgegenwärtig. Doch was ist Öffentlichkeit eigentlich? Wie wurde und wird sie vorgestellt? Die Beiträge dieses Bandes nehmen die aktuelle Krisendiagnosen zum Anlass für eine kritische Genealogie: Sie fragen nach den Imaginationen, die das Denken über Öffentlichkeit seit dem 18. Jahrhundert und bis heute geprägt haben. Neben etablierten Bildern – dem »Gerichtshof«, der »Bühne« und dem »Publikum« – treten dabei auch unbekanntere Metaphern und Vorstellungen. Sie zeigen, wie vielfältig, wandelbar und umstritten die Vorstellungen von Öffentlichkeit seit jeher waren. Gleichzeitig verweisen die Spuren solcher alternativen Figuren auch auf die Möglichkeit, Öffentlichkeit in der Gegenwart neu zu denken. Welche Optionen haben wir bisher übersehen? Und wie lassen sich – mit Blick auf diese Imaginationen – neue Perspektiven auf die Spannungen zwischen Integration und Fragmentierung, Beschleunigung und Verzögerung, Qualität und Quantität, Aufdeckung und Verschleierung, Empörung und Ernüchterung gewinnen? https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
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