Am Thema der »Intelligenz« entzündeten sich seit dem späten 19. Jahrhundert immer wieder weitreichende und kontroverse öffentliche Debatten um Praktiken, Regeln und Lehren der Unterscheidung. Susanne Schregel gibt erstmals eine Geschichte dieser breitenwirksamen Auseinandersetzungen um die Intelligenz von Menschen, Tieren und Maschinen in Großbritannien und Deutschland (1880–1990). Dabei zeigt sie, dass es in den oft leidenschaftlich geführten Disputen nicht nur um Intelligenz allein, sondern auch viel grundsätzlicher darum ging, wie eigentlich Differenz, (Un)Gleichheiten und prinzipielle Andersartigkeiten zu verstehen und zu attribuieren seien. Historiografisch rückt auf diese Weise die Veränderlichkeit und Konflikthaftigkeit des Sozialen selbst in den Mittelpunkt.
1. Auflage 2025
Bindeart: Paperback Format: 232 x 152 x 34 mm Gewicht: 828 g Umfang: 560 Seiten
»Ein ziemlich schlauer Brocken [...] Susanne Schregel gibt einen historischen Blick auf ein psychologisches Phänomen und zeichnet erstmals die Auseinandersetzung um die Intelligenz von Menschen nach«
- Felix Kunz, Psychologie Heute, 04 (2026)
»Vor der KI kamen die Messverfahren, um kognitive Fähigkeiten von Menschen zu bewerten: Susanne Schregel schreibt eine Geschichte von ›Intelligenz‹ [...] Schregels Schlussplädoyer ist [...] bedenkenswert. Ausgehend von den Befunden, dass Intelligenzdefinitionen kaum je einmütig geteilt wurden und dass Intelligenz komplexe Verbindungen mit anderen Differenzkategorien einging, spricht sie sich für eine Erforschung des ›historisch Sozialen‹ aus.«
- David Kuchenbuch, FAZ, 09.05.2026
»Diese kritischen Anmerkungen ändern nichts an der Tatsache, dass das besprochene Buch eine erste Studie darstellt, die Intelligenz gezielt als Thema öffentlicher sozialpolitischer Diskussionen über Unterscheidung aus einer transnationalen Perspektive und über einen umfangreichen Zeitraum hinweg untersucht. In dieser Hinsicht bietet die auf einer beeindruckend breiten Quellenbasis beruhende Monografie nicht nur Antworten, sondern formuliert auch Fragen, mit denen sich die künftige Historiografie weiter beschäftigen wird.«
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