Der Erste Weltkrieg gilt als Formierungsphase für Planspiele über Bevölkerungstransfers und ethnische Gewalt. Wer waren die Täter, wer die Opfer der damals ausgeübten politischen Massengewalt? Wie wurden die Exzesse wahrgenommen, gedeutet oder verschwiegen? Am Beispiel der Vernichtungspolitik gegen die armenische Bevölkerung im Osmanischen Reich ab 1915 – einem Ereignis, für das die Zeitgenossen um Worte rangen – zeigt Christin Pschicholz, dass der europäische Kolonialismus und geopolitische Überlegungen die Vorstellung von Bevölkerungsgruppen als Manövriermasse für imperiale, territoriale und militärische Ziele prägten. Ihre Studie analysiert, wie Gewaltphänomene gegenüber Zivilisten, die in den Grenzregionen der multiethnischen Imperien genozidale Züge annehmen konnten, miteinander in Verbindung gebracht und rezipiert wurden: Durch die transregionale Wahrnehmung wurde die Gefahr von aufständischen Bevölkerungsgruppen zu einer selbstverständlichen Annahme, die man auch vor dem Hintergrund der europäischen Kolonialkriege deutete.
Christin Pschichholz, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Deutsche Hochschule der Polizei, Universität der Polizeien des Bundes und der Länder und Post Doc der DFG-Forschungsgruppe »Militärische Gewaltkulturen – Illegitime militärische Gewalt von der Frühen Neuzeit bis zum Zweiten Weltkrieg«.
e0000000000000000000000000287487Manövriermasse Menschhttps://campus.de/wissenschaft/geschichte/manoevriermasse-mensch/CAM51431https://campus.de/bundles/storefront/assets/icon/default/placeholder.svgInStock49EURCAM51431e0000000000000000000000000287487HardcoverKolonialgeschichte, Erster Weltkrieg, Vertreibung, Genozid, Militärgeschichte, Geopolitik, Deutsches Reich, Imperialismus, Kolonialismus, Gewaltrezeption, Kaiserreich, militärische Gewalt, Völkermord, Armenier, Diplomatiegeschichte, Osmanisches ReichKrieg und Konflikt1. Auflage978-3-593-51431-4{"extensions":[],"displayParent":false,"mainVariantId":"e0000000000000000000000000287487","configuratorGroupConfig":null,"displayCheapestVariant":false,"displayMainVariant":true}truetrueErster Weltkrieg, Deutsches Reich, Kaiserreich, Osmanisches Reich, Vertreibung, Militärgeschichte, Kolonialgeschichte, Imperialismus, Genozid, Völkermord, Gewaltrezeption, militärische Gewalt, Diplomatiegeschichte, Armenier, Geopolitik, Kolonialismuse0000000000000000000000000287487Manövriermasse Mensch4949https://campus.de/wissenschaft/geschichte/manoevriermasse-mensch/CAM51431https://campus.de/bundles/storefront/assets/icon/default/placeholder.svgInStockCAM51431e0000000000000000000000000287487HardcoverKolonialgeschichte, Erster Weltkrieg, Vertreibung, Genozid, Militärgeschichte, Geopolitik, Deutsches Reich, Imperialismus, Kolonialismus, Gewaltrezeption, Kaiserreich, militärische Gewalt, Völkermord, Armenier, Diplomatiegeschichte, Osmanisches ReichKrieg und Konflikt1. Auflage978-3-593-51431-4{"extensions":[],"displayParent":false,"mainVariantId":"e0000000000000000000000000287487","configuratorGroupConfig":null,"displayCheapestVariant":false,"displayMainVariant":true}truetrueErster Weltkrieg, Deutsches Reich, Kaiserreich, Osmanisches Reich, Vertreibung, Militärgeschichte, Kolonialgeschichte, Imperialismus, Genozid, Völkermord, Gewaltrezeption, militärische Gewalt, Diplomatiegeschichte, Armenier, Geopolitik, Kolonialismus/Startseite/Startseite/Wissenschaft/Startseite/Wissenschaft/Geschichte/wissenschaft/wissenschaft/geschichtee0000000000000000000000000000296e0000000000000000000000000000302e0000000000000000000000000000361e0000000000000000000000000118172e0000000000000000000000000000296e0000000000000000000000000118172e0000000000000000000000000000302CampusDer Erste Weltkrieg gilt als Formierungsphase für Planspiele über Bevölkerungstransfers und ethnische Gewalt. Wer waren die Täter, wer die Opfer der damals ausgeübten politischen Massengewalt? Wie wurden die Exzesse wahrgenommen, gedeutet oder verschwiegen? Am Beispiel der Vernichtungspolitik gegen die armenische Bevölkerung im Osmanischen Reich ab 1915 – einem Ereignis, für das die Zeitgenossen um Worte rangen – zeigt Christin Pschicholz, dass der europäische Kolonialismus und geopolitische Überlegungen die Vorstellung von Bevölkerungsgruppen als Manövriermasse für imperiale, territoriale und militärische Ziele prägten. Ihre Studie analysiert, wie Gewaltphänomene gegenüber Zivilisten, die in den Grenzregionen der multiethnischen Imperien genozidale Züge annehmen konnten, miteinander in Verbindung gebracht und rezipiert wurden: Durch die transregionale Wahrnehmung wurde die Gefahr von aufständischen Bevölkerungsgruppen zu einer selbstverständlichen Annahme, die man auch vor dem Hintergrund der europäischen Kolonialkriege deutete.49https://campus.de/media/ed/e1/56/1741704145/dummy_image.jpeg?ts=1775983188