Listen in Pilgertexten des Spätmittelalters sind »mehr als nur Item«: Als wesentliches Instrument zur Ordnung, Speicherung und Vermittlung von Wissen bilden sie einen wichtigen Schlüssel zum Verständnis der Pilgervorhaben nach Rom, Santiago de Compostela und Jerusalem. Alicia Wolff analysiert, wie Pilger aus dem deutschen Sprachraum Listen für ihre Zwecke nutzten, bestehende Listen adaptierten und in ihre Texte integrierten. Die offene Struktur der Listen begünstigte Übernahmen und Anpassungen, strukturierte die Pilgererfahrung und erleichterte den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Listen erfüllten sowohl instruktive als auch repräsentative Funktionen: Sie unterstützten die Vorbereitung und Durchführung der Reisen, ermöglichten eine Buchführung von erfahrenem Heil und Aufwendungen, steuerten Erwartungen gegenüber dem Fremden und spiegelten die Sensibilität der Zeitgenossen für Fragen von Zugehörigkeit und Ausschluss wider. Zugleich machen sie sichtbar, welche Aspekte die Pilger um 1500 beschäftigten und welche Zielsetzungen, Erwartungen und Unsicherheiten ihre Vorhaben begleiteten.
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