Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Wohnen ist eine zentrale soziale Frage unserer Zeit. Mieten und Kaufpreise für Immobilien sind in Deutschland zuletzt stark gestiegen. Breite Schichten der Bevölkerung haben Schwierigkeiten, eine passende Wohnung zu finden. Die historische Dimension dieser Probleme bleibt in der öffentlichen Debatte aber weitgehend unbeachtet. Peter Kramper zeigt in seinem Buch, dass die Besonderheiten des Wohnungswesens in Deutschland – die hohe Mieterquote, der geringe Sozialwohnungsbestand und die Hürden beim Eigentumserwerb – das Ergebnis einer langen Entwicklung sind, deren Wurzeln in der Mitte des 19. Jahrhunderts liegen. Seine Untersuchung verdeutlicht, wie Urbanisierung und Marktwirtschaft die Wohnungsfrage hervorbrachten, wie Krieg, Inflation und NS-Diktatur die Rolle des Staates veränderten, wie die Bundesrepublik im sozialen Wohnungsbau große Erfolge erzielte, wie die DDR versuchte, diese zu egalisieren und wie die Veränderungen von Wohnungsmarkt und Wohnungspolitik seit den 1970er Jahren neue soziale Spannungen erzeugten. Dabei berücksichtigt sie die ökonomischen, politischen, alltagskulturellen, und architekturgeschichtlichen Aspekte des Themas zu gleichen Teilen.

Über Peter Kramper

Peter Kramper ist Professor für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Wirtschaftsgeschichte an der Universität Bielefeld.

Mehr zu Peter Kramper

Inhalte werden geladen ...
Inhalte werden geladen ...