Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1920er-Jahre war Paris das Ziel zahlreicher Einwanderer aus Osteuropa, von jüdischen Pogrom- und Armutsflüchtlingen bis zu russischen, teils bürgerlichen und aristokratischen Revolutionsflüchtlingen. Michael G. Esch zeichnet ein dichtes Bild ihrer Lebenswelten. Dabei zeigt er, wie sie ihre »Integration« je nach Milieu sehr unterschiedlich gestalteten, wie sie ihre Differenz und ihre Anwesenheit legitimierten und wie ihr Verhältnis zur Mehrheitsgesellschaft war. Er gewährt damit Einblicke in den Prozess des Einheimisch-Werdens, die auch für heutige Debatten aufschlussreich sind.
1. Auflage, 2012
Bindeart: Paperback Format: 143 x 214 x 32 mm Gewicht: 606 g Umfang: 483 Seiten
»Michael G. Eschs Studie vermittelt insgesamt in geradezu idealer, weil in höchstem Maße differenziert-differenzierender Weise vorgehend, eine Einsicht in das migrantische Geschehen im Paris des späten19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.«
- Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 27.10.2013
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