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Der fossile Kapitalismus der Moderne erzeugte einen unendlichen Konsumhunger. In den Großstädten des Westens wurde er im 19. Jahrhundert zunächst durch Warenhäuser und Ketten des filialisierten Einzelhandels gestillt, die wiederum die vorgelagerten Konsumgüterindustrien überhaupt erst initiierten. Schon früh trat der Versandhandel mit Postpaketen auf und entwickelte sich stark weiter, worauf die Infrastruktur der Postbahnhöfe antwortete. Die Belieferung des Einzelhandels mit einem breiten Fächer von Konsumgütern wanderte nach 1945 von der Eisenbahn zum Lieferverkehr mit Lastkraftwagen auf der Infrastruktur des Autobahnnetzes ab. Die weite Verbreitung des Automobils in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts markierte eine neue Etappe, die dezentrale Siedlungsstrukturen und Einkaufsmöglichkeiten in Shopping Malls ermöglichte. Am Ende des 20. Jahrhunderts kamen private Paketdienste hinzu, die moderne IT-Systeme nutzten – der Konsum verlagerte sich nun auf den Internethandel, wie Richard Vahrenkamp in dieser faszinierenden Geschichte der modernen Logistik zeigt.

Über Richard Vahrenkamp

Richard Vahrenkamp ist emeritierter Professor für Produktionswirtschaft und Logistik am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Kassel. Heute ist er freier Logistik Consultant in Berlin.

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