Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Die tunesische Revolution von 2010/11 gilt häufig als »Revolution ohne Intellektuelle«. Auf Grundlage einer empirischen Analyse widerspricht Houriya Ben Ali dieser Diagnose in der vorliegenden Studie. Sie untersucht das politische und gesellschaftliche Engagement tunesischer Intellektueller zwischen 2010 und 2019 und zeigt, wie sich ihre Rollen, Deutungsmuster und Handlungsspielräume im Verlauf revolutionärer Umbrüche veränderten. Ausgehend von einer Verbindung der Habitus-Feld-Theorie Pierre Bourdieus mit Michel Foucaults Diskursanalyse entwickelt die Autorin einen innovativen theoretischen Zugang zur Erforschung intellektueller Akteure in Transformationsgesellschaften. Auf Basis von Zeitungsartikeln, Essays, Büchern, Interviews, Fernsehdebatten und sozialen Medien rekonstruiert sie die zentralen politischen Diskurse der Revolution und macht die Vielfalt intellektueller Positionierungen sichtbar. Deutlich wird, dass die Revolution nicht nur politische Institutionen, sondern auch das intellektuelle Feld nachhaltig veränderte.

Über Houriya Ben Ali

Houriya Ben Ali, Dr. phil., promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin in Kulturwissenschaften.

Mehr zu Houriya Ben Ali

Inhalte werden geladen ...
Inhalte werden geladen ...