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Globale Krisen wie der Klimawandel, Pandemien oder sogenannte »Flüchtlingskrisen« werden häufig als äußere Herausforderungen für demokratische Gesellschaften verstanden. Daniel Kersting erarbeitet in seiner Studie, dass sie zugleich als Krisen der liberalen Demokratie selbst begriffen werden können. Sie verweisen auf Grenzen der Problemlösungsfähigkeit liberaler Demokratien, die langfristig ihren Fortbestand gefährden könnten. Um diese These zu begründen, entwickelt der Autor einen pragmatistischen Krisenbegriff und macht ihn für die kritische Analyse fruchtbar. Am Beispiel der Klimakrise zeigt er, dass undemokratische Strukturen liberaler Gesellschaften zur Klimakrise beigetragen haben und ihre wirksame Bewältigung erschweren. Daraus folgt: Die notwendige soziale und ökologische Transformation kann nur gelingen, wenn Demokratie als Lebensform grundlegend ausgeweitet wird.
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