Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Worin liegen die Spannungen und gegenwärtigen Potentiale von Spinozas Denken der Menge? Während Spinoza den Klassenkampf nicht denkt und kolonial-kapitalistische Ausbeutung verschleiert, vernachlässigt Marx die affektiven und imaginären Prozesse politischer Kollektivbildung. Aus einer kritischen Konfrontation dieser komplementären Schwierigkeiten und Probleme entwickelt Ivo Eichhorn in seiner Untersuchung eine (post-)marxistische Perspektive der Menge. Sie ermöglicht, Staat, Ideologie und Affekt als eigenständige Bedingungen der Politik zu konzipieren und Prozesse der Kollektivbildung in ihrer Heterogenität gegenüber dem Klassenkampf zu erfassen. Zugleich überwindet eine Perspektive der Menge die marxistische Vorstellung einer revolutionären Klasse. Sie konzipiert die revolutionäre Transformation der Gesellschaft stattdessen über eine Politik aufständischer Prozesse und Begegnungen in der Menge, die Grenzen staatlicher Kollektivbildungen überschreiten und demokratisch reorganisieren.

Über Ivo Eichhorn

Ivo Eichhorn, Dr. phil., arbeitet zur Politik der Gegenwart und der frühen Neuzeit, Ideologietheorie, kritischen Rassismustheorie, (Post-)Marxismus, Demokratietheorie, Ästhetik und Anthropologie. Er hat u.a. Texte von Louis Althusser, Étienne Balibar und Michel Pêcheux übersetzt und herausgegeben.

Mehr zu Ivo Eichhorn

Inhalte werden geladen ...
Inhalte werden geladen ...