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Deepfakes markieren eine neue Ära manipulierter Medieninhalte. Sie haben das Potential, Vertrauen in Informationen fundamental zu erschüttern. Die Auswirkungen auf die Demokratie sind kaum absehbar. Dass ihre Effekte massiver sein könnten als bei »herkömmlicher« (propagandistischer) Manipulation, liegt auf der Hand: Wenn man echte Aufnahmen von Personen der Zeitgeschichte nicht mehr von fremdfabrizierten Videos unterscheiden kann, wächst das Risiko für die Demokratie; wenn Bürgerinnen und Bürger ihren Augen und Ohren nicht mehr trauen können, geht die Basis gemeinsamer Fakten verloren, auf der ein gesellschaftlicher Dialog fußt. Welche Bedeutung hat diese rapide Entwicklung für unsere gesellschaftliche Grundordnung? Für politische und öffentliche Diskurse? Werden Wahlen in Zukunft nur noch von skrupellosen Akteuren gewonnen? Welche rechtspolitischen Konsequenzen sind zu ziehen? Dimitrios Linardatos unterbreitet in seinem Buch nach einer interdisziplinären Problemskizze einen mehrschichtigen Lösungsansatz, mit dem man im Zeitalter der Deepfakes einem Ende der Verlässlichkeit entgegentreten kann. Als ein wesentliches Problem identifiziert er die Monetarisierung nutzergenerierter Inhalte, die extreme und manipulative Beiträge fördern, also wirtschaftlich induzierte Fehlanreize schaffen. Sein Buch plädiert dafür, solche Anreize zu begrenzen – etwa durch Auflagen für politische Werbung, die Entkoppelung von Algorithmen und Werbeeinnahmen oder die konsequente Demonetarisierung von nutzerseitigen Plattforminhalten.

Über Dimitrios Linardatos

Dimitrios Linardatos ist Professor für Bürgerliches Recht, Recht der Digitalisierung und Wirtschaftsrecht an der Universität des Saarlandes. 2026 war er als Seconded National Expert (SNE) bei der Europäischen Kommission tätig.

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