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Windparks, Stromtrassen, Wärmenetze, neue Regeln für Gebäude und Mobilität: Die Energiewende greift tief in Alltag, Eigentum und Landschaften ein. Was geschieht, wenn ökologische Dringlichkeit auf soziale Ungleichheit, Misstrauen und politische Polarisierung trifft? Kann eine Demokratie den Umbau beschleunigen und zugleich fair, wirksam und legitim gestalten? Wer darf mitentscheiden, wer trägt die Lasten, wer profitiert? Jörg Radtke zieht Bilanz aus 25 Jahren Bürger- und Öffentlichkeitsbeteiligung in der deutschen Energiewende. Er untersucht Planungsverfahren, Dialoge, Mediation, Bürgerentscheide, Energiegenossenschaften, Bürgerräte sowie digitale und hybride Formate. Sein Befund ist nüchtern und folgenreich: Mehr Beteiligung führt nicht automatisch zu mehr Demokratie. Entscheidend sind frühe und reale Einflussmöglichkeiten, faire Verfahren, soziale und materielle Teilhabe, klare Verantwortlichkeiten und handlungsfähige Institutionen. Hinter vielen vermeintlichen Akzeptanzproblemen stehen Fragen der Legitimation. »Energie und Demokratie« zeigt, wie Beteiligung zu einer tragfähigen demokratischen Infrastruktur werden kann und wo ihre Grenzen liegen. Ein Buch für alle, die verstehen wollen, wie demokratische Gesellschaften tiefgreifenden Wandel wirksam und gerecht organisieren können.

Über Jörg Radtke

Jörg Radtke, Dr. phil., ist Senior Researcher am Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) in Potsdam und forscht seit 15 Jahren zu Energiewende, Bürgerbeteiligung, Governance und Konflikten in der Nachhaltigkeitstransformation.

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