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Das Landkind galt im 19. und 20. Jahrhundert als Hoffnungsträger der katholischen Pädagogik. Wer waren diese Kinder und wie verliefen ihre Bildungswege? Ausgehend von dieser pädagogischen Figur folgt das Buch den Spuren von männlichen Kindern und Jugendlichen aus ländlichen Verhältnissen und zeichnet die Konturen des katholischen Bildungssystems anhand der Internatserziehung nach. Im Zentrum stehen bischöfliche Knabenseminare im süddeutschen Raum seit 1900. Über Tagebücher, Briefe und Interviews kommen Internatsschüler selbst zu Wort. Ihre Eindrücke dokumentieren, wie sie Erziehung und Bildung im kirchlichen Kontext wahrnahmen und erlebten. Zugleich werden die Entwicklung, Theorie und Praxis der katholischen Internatserziehung analysiert. Das Buch schreibt damit erstmals die Geschichte des katholischen Internats aus der Perspektive seiner Adressaten und gibt Anregungen zur theoretischen und methodischen Erschließung von autobiografischen Quellen institutionalisierter Kindheiten.
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