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Moderne Gesellschaften sind zunehmend von außergewöhnlichen Krisen geprägt – von der Corona-Pandemie über den Krieg in der Ukraine bis hin zu Klimakonflikten und Krisen liberaler Demokratien. In solchen Situationen geraten auch die Sozial-, Geistes- und Rechtswissenschaften unter besonderen Erwartungsdruck: Sie sollen Orientierung geben, politische Entscheidungen begründen oder öffentlich Stellung beziehen. Vor dem Hintergrund fragt der Band nach der Rolle der Sozialwissenschaften in politisch zugespitzten Krisenzeiten. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Soziologie, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Geschichts- und Kulturwissenschaft diskutieren, welche Formen wissenschaftlicher Expertise in solchen Situationen angemessen sind. Wie verändert sich in Krisenzeiten das Verhältnis von wissenschaftlicher Analyse, öffentlicher Intervention und politischer Verantwortung? Und welche Risiken entstehen, wenn wissenschaftliche Autorität selbst Teil politischer Konflikte wird?
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