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Die Auseinandersetzung mit Gewalt aus einer materialistisch-intersektionalen Perspektive macht deutlich, dass Gewalt in ihren unterschiedlichen Formen mit gesellschaftlichen Strukturen verwoben ist. Die herrschaftsförmige Arbeitsteilung, die Abwertung von Sorgearbeit und die Normalisierung cis-heteronormativer Subjektivierungsweisen stellen zentrale Reproduktionsbedingungen kapitalistischer Gesellschaften dar. Diese sind eng mit Gewaltverhältnissen sowie deren konkreten Erscheinungsformen verbunden. Zugleich sind binäre, cis-heteronormative, rassifizierte, ableistische und adultistische Geschlechterordnungen selbst von Gewalt durchzogen und werden durch normative, institutionelle und symbolische Gewalt stabilisiert. Der Sammelband rückt die vielfältigen Verflechtungen von Gewalt-, intersektionalen Geschlechter- und Herrschaftsverhältnissen in den Mittelpunkt und fragt, wie Gewalt gesellschaftlich hervorgebracht, legitimiert und reproduziert wird. Die theoretischen und empirischen Beiträge des Bandes analysieren das Verhältnis von Gewalt und Geschlecht auf unterschiedlichen Ebenen: in ökonomischen Strukturen und staatlichen Institutionen ebenso wie in sozialen Beziehungen, Körpern und Subjektivierungsweisen. Gemeinsam zeigen sie, wie Gewalt gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse zugleich voraussetzt und reproduziert und wo Möglichkeiten ihrer Veränderung entstehen. Der Band eröffnet damit neue Perspektiven für kritische gesellschaftstheoretische Gewalt- und Geschlechterforschung. https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
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