Mit der Durchsetzung der bürgerlichen Gesellschaft beginnt sich eine neue Wissenschaft herauszubilden, die es sich zur Aufgabe macht, die angebrochene Epoche nicht nur zu verstehen, sondern auch mit zu gestalten: die Soziologie. Sie formiert sich als Reflexions- und Organisationsinstanz ihrer Zeit. In der Geschichtsschreibung der Disziplin taucht die Amerikanische Revolution und der aus ihr hervorgehende erste moderne bürgerliche Staat der Weltgeschichte, wenn überhaupt, nur am Rande auf. Die Verdrängung Amerikas aus dem europäischen Denken hat dazu geführt, dass bis heute ein wichtiges Kapitel der Soziologiegeschichte ungeschrieben geblieben ist. Heiko Beyer schildert nun die nationalen Entstehungskontexte der jungen Disziplin und entfaltet die Konstellationen, in denen die »Gründerväter«, vermittelt durch das familiäre, akademische und politische Umfeld ihrer Sozialisation, unter den Einfluss der neuen amerikanischen Wirklichkeit gerieten.
1. Auflage, 2021
Bindeart: Paperback Format: 142 x 214 x 18 mm Gewicht: 350 g Umfang: 266 Seiten
»Durch eine akribische Quellensammlung- und Analyse schafft es Heiko Beyer problemlos von der Plausibilität seines gleichermaßen knapp wie eindrücklich formulierten Fazits zu überzeugen: ›Keine Soziologie ohne Amerika‹ (233). Dabei empfiehlt sich die Lektüre von ›Horizont der Moderne. Zur Rolle der Amerikanischen Revolution in der Frühgeschichte der Soziologie‹ nicht nur, um, über die bisherigen Standardwerke hinaus, einen intensiveren Einblick in den Entstehungskontext der Soziologie zu gewinnen. Die Leser:innen werden genauso für eine gegenwärtige und zukünftige Soziologie sensibilisiert, für die sich die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte als unentbehrlich erweist.«
- Daniel Ewert, socialnet.de, 13.09.2021
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Über Heiko Beyer
Heiko Beyer ist Soziologe und Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
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