Das Buch untersucht das Zusammenspiel von geographischer und sozialer Mobilität vor dem Hintergrund globaler Ungleichheitsstrukturen. Im Zentrum stehen seltene, migrationsbegleitete Aufstiegsbiographien von Menschen aus dem Globalen Süden, die trotz erheblicher struktureller Barrieren berufliche Positionen der Mittelschicht in Europa erreichen. Auf Grundlage biographisch-narrativer Interviews und einer praxeologischen Analyseperspektive wird rekonstruiert, wie sich Migrant:innen in globalen Ungleichheiten orientieren und welche Handlungsstrategien sie im Umgang mit begrenzten Bildungs-, Migrations- und Arbeitsmarktzugängen entwickeln. Die Arbeit verbindet Migrations- und Aufstiegsforschung über nationale Rahmungen hinaus und zeigt, dass auch »erfolgreiche« Aufstiege nicht als Beleg meritokratischer Aufstiegsnarrative zu verstehen sind. Vielmehr machen die Ausnahmefälle die Wirkmacht globaler Ungleichheiten, institutioneller Selektivitäten und sozialer Herkunft sichtbar und tragen zu einer kritischen Neubestimmung sozialer Mobilität im transnationalen Kontext bei.
Ariana Kellmer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Duisburg-Essen, am Institut Arbeit und Qualifikation. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen (Globale) Soziale Ungleichheiten, rekonstruktive Sozialforschung, Migration, Migrantenorganisationen und Sozialpolitikforschung. Sie ist außerdem Redakteurin der »Zeitschrift für Sozialreform«.
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