Wie wollen die Menschen heute leben? Ausgehend von der einflussreichen Diagnose der »Erlebnisgesellschaft«, die der Soziologe Gerhard Schulze vor drei Jahrzehnten geprägt hat, entwickeln Jan Delhey und Christian Schneickert in diesem Buch eine Theorie der Lebensauffassungen in der Spätmoderne und prüfen sie mithilfe umfangreicher Umfragedaten für Deutschland, im internationalen Vergleich und im Zeitvergleich. Ihre Grundthese ist, dass die ökologische und die mentale Erschöpfung neue Herausforderungen darstellen, die das lange gültige Versprechen des »erfolgreichen und schönen Lebens« der westlichen Wohlstandsgesellschaften in Frage stellen: Für viele Menschen gewinnen Lebensentwürfe an Verheißungskraft, die die Jagd nach schönen Erlebnissen oder nach materiellem Erfolg nicht weiter intensivieren, sondern begrenzen wollen. Entwürfe wie ein stressfreies und ein nachhaltiges Leben stehen daher für einen Übergang zu einer Post-Erlebnisgesellschaft. In dieser neuen Sozialwelt wird heftig diskutiert, was als »richtige« Lebensweise gilt und welchen Kurs die Gesellschaft insgesamt einschlagen soll ‒ zwischen der alten Maxime »mehr ist besser« und der neuen »weniger ist mehr«.
1. Auflage
Bindeart: Paperback Format: 150 x 230 x 150 mm Umfang: ca. 256 Seiten
Dr. Jan Delhey ist Professor für Allgemeine Soziologie/Makrosoziologie am Institut für Gesellschaftswissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Dr. habil. Christian Schneickert ist Privatdozent für Soziologie und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie/Makrosoziologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
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