Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Populäre Konzepte wie »Body Positivity«, »Self Love« oder »Körperakzeptanz« zielen auf ein positives affektives Verhältnis zum eigenen Körper ab – unabhängig von dessen Aussehen. Das Buch untersucht die Praktiken und Diskurse, mit denen gezielt nach einem ›guten Gefühl‹ im eigenen Körper gestrebt wird. Auf der Grundlage von ethnographischer Forschung, Expertinneninterviews sowie der Analyse digitaler Materialien, Sach- und Ratgeberliteratur wird der Gegenstandsbereich dazu als »Feld reflexiver Körpergefühle« rekonstruiert. Die Analyse zeigt, dass negative Körpergefühle als gesellschaftlich hervorgebracht verstanden werden, gleichwohl aber durch Formen der Gefühlsarbeit subjektiv bearbeitet werden sollen. Zentrale Strategien bilden dabei Achtsamkeit, Befriedung, Community, Dekonstruktion und Empowerment. Die reflexive Kritik an Körpernormen und Selbstoptimierung mündet so in einen neuen Imperativ der Arbeit an den eigenen Gefühlen. Zugleich werde Gefühle selbst dabei zum Gegenstand von Gerechtigkeitsvorstellungen: Das ›gute Gefühl‹ im eigenen Körper erscheint im untersuchten Feld als gesellschaftlich ungleich verteilte Ressource, die allen gleichermaßen zugänglich sein sollte.

Über Nina Sökefeld

Nina Sökefeld ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hamburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Kultursoziologie, Emotions- und Körpersoziologie, der sozialen Ungleichheit und der qualitativen Methoden.

Mehr zu Nina Sökefeld

Inhalte werden geladen ...
Inhalte werden geladen ...