Dass Kinder in der Schule heute in Jahrgangsklassen beschult werden, ist Ergebnis einer langen wie beschwerlichen Entwicklung. Der Thementeil von Marcelo Caruso zeichnet diesen komplexen Prozess nach, ordnet diesen bildungshistorisch ein (Marcelo Caruso) und zeigt, welche Möglichkeiten, aber auch welche Schwierigkeiten mit der Einführung von Jahrgangsklassen im 19. Jahrhundert in Lissabon (Carlos Manique da Silva), Preußen und den USA (Fanny Isensee/Daniel Töpper) einhergingen. Die Beiträge des Allgemeinen Teils behandeln des Weiteren folgende Themenzugänge: Thilo Schmidt und Wilfried Smidt untersuchen anhand einer konfirmatorischen Faktorenanalyse, inwieweit sich die pädagogisch-didaktischen Handlungskonzepte Selbstbildung, Ko-Konstruktion und Instruktion in den Förderorientierungen (früh-)pädagogischer Fachkräfte abbilden. Der Beitrag von Hanno Su und Johannes Bellmann zeigt, welche Verschiebungen des dominanten Diskurses um inklusive Bildung möglich werden, wenn man mit Hannah Arendt und Jacques Rancière von der pragmatischen Maxime der Gleichheit ausgeht. Saskia Bender und Nils Rennebach machen deutlich, dass sich inklusionsorientierte unterrichtliche Praxen des kooperativen Lernens als eine Stabilisierung der gegebenen Verhältnisse erweisen.
1. Auflage, 2021
Bindeart: E-Book/pdf Umfang: 154 Seiten Verlag: Beltz Juventa
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