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„Die Corona-Krise hat (abermals) gezeigt, dass“ – so lautet eine verbreitete, in unterschiedlicher Weise fortzusetzende Phrase, mit der die ‚Krise‘ in eingeübte Deutungsmuster integriert wird. Der aus einem Call for Papers hervorgegangene Thementeil stellt Beiträge zur Diskussion, in denen nicht nur Vorannahmen bestätigt werden und die zugleich eine reflexive Blickwendung auf die erziehungswissenschaftliche Krisenthematisierung vollziehen. Welche berufskulturellen Deutungs- und Umgangsweisen von Lehrpersonen kommen in der Krise zum Tragen (Faller, Dietrich, Kuhlmann)? Welche Unterschiede fragiler nachschulischer Übergänge von Jugendlichen aus Haupt- und Realschulen vor und in der Krise lassen sich feststellen (Hemming Tillmann)? Welche Familien- und Geschlechterbilder werden in der Pandemie medial und wissenschaftlich verbreitet und was ist hierbei das Nicht-Thematisierte (Kleiner, Langer, Thon)? Inwiefern lässt sich in der massenmedialen Adressierung Erwachsener in der Corona-Pandemie eine erzieherische Dimension entdecken (Klinge, Nohl, Schäffer)? Wie wird die Corona-Pandemie überhaupt als pädagogisch relevantes Ereignis konstruiert und welche stillschweigenden Normalitätsvorstellungen spielen hierbei eine Rolle (Wrana, Schmidt, Schreiber)? Im Allgemeinen Teil identifizieren Johannes Wahl, Dieter Nittel und Rudolf Tippelt die Bezüge zu Träger-, Einrichtungs- und Gemeinschaftsaspekten in institutionellen Selbstbeschreibungen als drei zentrale Merkmale von pädagogischen Organisationen. Katharina Henn, Leonore Thurn, Ruth Himmel, Kathrin Mörtl, Jörg Fegert und Ute Ziegenhain legen durch die Ergebnisse der Befragung von Schüler*innen mit Schulbegleitung zu ihrer sozialen Teilhabe in der Klasse dar, welche Teilhabebeeinträchtigungen häufig bestehen und welche Anpassungsleistungen Schüler*innen erbringen müssen, um als Teil ihrer Klasse anerkannt zu werden.
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