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Der von Elisa Dittbrenner und Heidrun Allert verantwortete Thementeil, widmet sich einer disziplinären Frage: Ist die Pädagogik, im Unterschied zu ihren Bezugsdisziplinen wie der Psychologie, Soziologie und Medienwissenschaft, eine gestaltende Wissenschaft? Was ist das Spezifische am pädagogischen Gestalten, wie kann Gestalten wissenschaftstheoretisch systematisiert werden und welches Wissen wird in Gesaltungsprozessen generiert? Die Fragen stellen sich zunehmend, da die Pädagogik zur Gestaltung etwa von Schulen, Bildungstechnologien, Präventionsmaßnahmen und Zukunft aufgerufen ist. Die hier versammelten Antworten bleiben punktuell und nähern sich einer Gestaltungstheorie der Pädagogik nur unvollständig an. Kerstin Jergus fragt nach den gestaltenden Effekten pädagogischer Theoriebildung, Heidrun Allert und Christoph Richter entwerfen Bildung als einen Gestaltungsprozess im Wechsel zwischen sozial geschaffener Bestimmtheit und ontologischer Unbestimmtheit und June Park trägt mit einem Beitrag zur Disziplinwerdung des Designs dazu bei, die Verwobenheit pädagogischer Intentionen und Gestaltung zu reflektieren. Im Allgemeinen Teil untersuchen Daniel Deplazes und Jona T. Garz anhand eines historischen Falls von „Arrestzellen“ in einem Schweizer Erziehungsheim im Zeitraum von 1930 bis 1980 die Potentiale und Grenzen der Akteur-Netzwerk-Theorie für eine alternative Historiografie der Pädagogik jenseits von Skandal- bzw. Held:innengeschichten. Der Beitrag „Inskription Früher Hilfen in Kooperationsvereinbarungen“ von Helga Kelle zeigt am Beispiel von zwei Fällen Varianten der kommunalen Konstituierung von Netzwerken Frühe Hilfen und in institutionalisierungsgeschichtlicher Perspektive die Ungleichzeitigkeiten staatlicher Regelungsbemühungen und kommunaler Regelungspraktiken auf. Schließlich untersuchen Charlotte Kramer, Sarah Strauß, Kai Kaspar und Johannes König, inwieweit sich der Lerneffekt einer Intervention zur Förderung der Entscheidungsfähigkeit in klassenführungsrelevanten Unterrichtssituationen bei Lehramtsstudierenden unterscheidet, je nachdem, ob mit Unterrichtsvideos, Unterrichtstranskripten oder einer Kombination der beiden Medien gearbeitet wird.
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