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Bystander sind ein verhältnismäßig neues Phänomen im Fachdiskurs um organisationale Schutzkonzepte. Bystander sind Akteur:innen in Kontexten sexualisierter (Peer-)Gewalt, sie gelten als „Dritte“. In diesem Beitrag wird ein differenzierter Blick auf Konzepte von Bystandern und Disclosureprozessen sowie auf deren (Wechsel-)Verhältnis geworfen. Weiterhin wird danach gefragt, in welchen Kontexten – also Situationen und sozialen Rollenkonstellationen – Kindern und Jugendlichen sexualisierte Gewalt in Form von eigener Betroffenheit, Beobachtung oder aus der Erzählung anderer wider-fährt. Die im Diskurs vorgefundenen Formen der persönlichen Involviertheit als Bystander werden dabei einer Differenzierung unterworfen und nachgezeichnet, welche Bedeutung diese für die (Weiter-)Entwicklung von organisationalen Schutzkonzepten haben. Im Zuge eines Ausblicks werden sodann Implikationen für organisationale Schutzkonzepte und -prozesse herausgearbeitet.
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